Der einzige Fantasyroman mit Huhn.

Der junge Spielmann Wolfram von Kürenberg hat ein Problem: Er leidet unter chronischem Lampenfieber und vermasselt jeden Auftritt. Von seinem Lehrmeister entlassen, findet er sich im Fahrwassser der ehemaligen Küchenmagd Krona, die den Kochlöffel gegen das Schwert getauscht hat und von großen Taten träumt. Als schließlich noch der liebreizende, aber anstrengende junge Adelige Sindri aus einem Sauerkrautfass steigt, ist Wolfram schnell klar: Er ist der einzige bei dieser Truppe, der Verstand hat – und Lampenfieber ist sein geringstes Problem.

In weiteren Rollen: Ein Zwerg, der den Lebensmittelhandel neu erfindet, ein Drache mit einem Jungfrauenproblem und ein außergewöhnliches Huhn.
Dritte, inhaltlich unveränderte Auflage ab März 2015.


Leseprobe

(...)

„Das ist nicht der Rückweg“, sagte Krona. „Wir sind nicht bergauf gegangen, also müssen wir jetzt auch nicht bergab.“

Ich hatte seit geraumer Zeit das Gleiche gedacht, es aber für mich behalten. Ich wollte nicht schon wieder als der Besserwisser daherkommen, der ich nun mal war. Ohnehin hatte ich längst die Idee aufgegeben, den Weg zurück in Buchfinks Keller zu finden, und suchte stattdessen die Gewölbedecke nach weiteren Falltüren ab. Buchfinks Keller mochte nicht der einzige sein, der mit einem Zugang zum Labyrinth ausgestattet war.

„Also umkehren?“ Zum ersten Mal klang Sindri ratlos. „Schon wieder?“

„Keine Ahnung“, sagte Krona. „Wohin kommen wir denn, wenn wir immer weiter bergab gehen?“

„Zum Hafen“, sagte ich. „Der Hafen ist der tiefste Punkt der Stadt. Es sei denn, sie hätten diese Gänge über die Wasserlinie hinaus gebaut. Dann rauscht irgendwann das Meer über unseren Köpfen.“

„Huh.“ Krona warf einen unbehaglichen Blick nach oben.

„Ganz meine Meinung“, sagte ich. „Aber genau betrachtet ist selbst diese Schlussfolgerung unzuverlässig. Niemand garantiert uns, dass der Gang parallel zur Oberfläche verläuft. Er könnte genauso gut ins Landesinnere führen, und trotzdem immer weiter abfallen.“

„Ich sehe das Problem“, sagte Sindri.

„Das Problem ist, dass ein paar selbsternannte Weltentdecker hier nur mal einen Blick hinein werfen wollten“, sagte ich wütend. „Und jetzt haben wir den Schlamassel und werden wahrscheinlich noch Stunden hier herum irren, nämlich, bis uns das Licht ausgeht, und dann können wir nur noch hoffen, dass die Götter uns einen Strick runter lassen, an dem wir uns gepflegt aufhängen können!“

 

Weiterlesen? Bitte sehr...