Die Welt zu retten ist ein mühsames Geschäft.

Feuerjäger 1: Die Rückkehr der Kriegerin

Sie ist rauhbeinig, respektlos und mit allen Wassern gewaschen. Sie macht keine Gefangenen, weder auf dem Schlachtfeld noch in der Liebe. Ihr Schwert gehört jedem, der sie mit Gold bezahlen kann.

Krona Karagin ist alles andere als eine strahlende Heldin. Doch Helden sind viel zu selten in diesen ruhigen Zeiten, und als ein Feuerdämon sich über dem Königreich Abrantes erhebt, sammelt sie eine bunte Truppe von Zwergen, Kriegern und Zauberern um sich, um der Bedrohung die Stirn zu bieten.

Krona Karagin ist keine Heldin, aber sie ist stinksauer, und sie hat nichts zu verlieren.


„Ja, ich würde einiges ändern“, sagte Krona. „Es zumindest versuchen. Aber, na ja – es ist eine blöde Sache mit dem Leben. Kaum hast du begriffen, wie du damit umzugehen hast, ist es auch schon vorbei."


Band 1 des Zweiteilers um die Schwertmeisterin und ihre Weggefährten führt einmal quer durch das Königreich Abrantes.

„Feuerjäger“ ist der Rock’n Roll der Fantasyliteratur.

 

 

Leseprobe

 Thork fühlte sich beobachtet. Er hatte sein Abendlager am Fuß des Adlerfelsens aufgeschlagen, und der Wald lag um ihn wie eine stille, grüne Säulenhalle, aus der allmählich das Licht schwand. Doch trotz des offensichtlichen Friedens wollte das unbehagliche Gefühl zwischen seinen Schulterblättern nicht weichen. Er hatte ein Gespür für solche Dinge, das weit über Sichtbares hinausging. Sehen war ohnehin nicht mehr seine Stärke, seit er sein linkes Auge verloren hatte.

Er lehnte sich zurück gegen den schützenden Fels und schob wie zufällig mit der Stiefelspitze das Holz seines kleinen Kochfeuers auseinander, damit es weniger hoch brannte.

Er gähnte. Er fühlte sich erschöpft und wünschte sich nichts als ungestört am Feuer zu sitzen, Tee zu trinken, vielleicht eine Pfeife zu rauchen und zu schlafen, noch ehe es völlig dunkel war. Hinter ihm lag ein Gewaltmarsch. Seine Reise war von Anfang an eilig gewesen, doch die Schratspuren, auf die er heute im Wald gestoßen war, hatten ihn sein Tempo weiter steigern lassen. Eine Auseinandersetzung mit Schraten war das Letzte, was er derzeit gebrauchen konnte.

Das Wasser im Topf rauschte. Er zog ihn aus dem Feuer, holte eine Handvoll getrockneter Blätter aus einem Beutel und warf sie ins Wasser. Augenblicklich entfaltete sich ein würziger, etwas bitterer Duft.

Er fragte sich, ob es Schrate waren, die im Gebüsch hangabwärts auf ihn lauerten, verwarf aber diesen Gedanken gleich wieder. Ein Schrat alleine machte mehr Lärm als eine Herde Ochsen, und dieser Schleicher war kaum zu hören.

Thork holte ein Stück altbackenes Fladenbrot und einen letzten Rest Käse aus seinem Rucksack und brachte dabei unauffällig seine Streitaxt in Reichweite. Er vermied es, in die Richtung zu sehen, wo er den Späher vermutete. Er wollte keinen Verdacht erregen, indem er sich auffällig umsah. Der Unbekannte sollte sich unentdeckt fühlen.

Ein Zweig knackte kaum hörbar, doch es versetzte Thork augenblicklich in Alarmbereitschaft. Seine Finger zerbröckelten automatisch das trockene Brot, während er mit höchster Konzentration lauschte.

 

Weiterlesen? Bitte sehr ...